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Python regiussteckbrief schlangen1

Königspython / Ball Python

Familie: Riesenschlangen (Pythonidae)

Der Königspython ist entwicklungsgeschichtlich die ursprünglichste Art der Gattung Python. Wir hatten eine Gruppe von 2,2 Python regius. Es handelt sich dabei um NZ 2003, 2004, 2005 und 2006. Besser ist es generell Nachzuchten den Farmzuchten vorzuziehen, auch wenn diese ein paar Euro mehr kosten. Bei den sog. Farmzuchten werden oft trächtige Weibchen aus der Natur gefangen, diese werden bis zur Eiablage gehalten und dann wieder ausgesetzt. Die Eier werden dann in Massen inkubiert und die Jungtiere (oft ohne Futterfestigkeit) anschließend weltweit (v.a. in die USA und auch nach Deutschland) exportiert. In der Natur fehlen dann allerdings die Nachkommen, d.h. die Bestände "bluten aus". Der Raubbau an der Natur sollte nicht unterstützt werden!


Merkmalekoepy16

Größe: 1 - 1,5 m, max. 1,8m. Der Kopf ist deutlich vom Körper abgesetzt, der Bauch ist hell. Der Schwanz ist kurz und rübenartig. Der dunkle Körper hat glatte Schuppen und gelbe Flecken mit heller Korona. Ab dem Auge sind die hinteren Lippenschilde gelb. Das obere Lippenschild unter dem Auge ist immer dunkel gefärbt. Ab diesem dunklen Fleck verläuft auch unter den unteren Lippenschilden eine dunkle Linie bis zum Mundwinkel.. Das Auge ist dunkelbraun gefärbt und zeigt eine geschlitzte Pupille, Das Schnauzenschild und die beidseitig folgenden vier Lippenschilde weisen Labialgruben als Wärmerezeptoren auf. Solche sind auch auf den vorderen drei unteren Lippenschilde.

Unterarten

- keine -

Schutzstatus

WA II, nach EU-Artenschutzverordnung Anhang B, Achtung: Die Art ist nur nachweispflichtig, d.h. es besteht keine Meldepflicht; auf Verlangen der Behörde muss der Nachweis erbracht werden. Daher sind beim Kauf stets die Herkunftsdokumente zu übergeben.

Vorkommen/ Habitat

Senegal, Gambia, Mali, Burkina-Faso, Niger, Tschad, Sudan, Uganda, Guinea-Bissau, Sierra Leone, Liberia, Guinea, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo
Lebensraum: Wechselfeuchte Tropen der Guinea-Savanne im Westen, Sudan-Savanne im Osten, das sind Baum- und Buschsavannen mit zum Teil hohem Grasbestand, mit Gewässern, Küstentrockenwälder, seltener in Galeriewäldern, in Nagerbauten, Termitenbauten, Kulturfolger. Adulti bevorzugen offene Steppen, Jungtiere eher bewaldete Gebieten oder Buschsavanne.

Haltungkoepy13

Trockenterrarium mit Wurzeln, Steinen, Korkröhren, Tonschalen, Kletterästen, sandiger Walderde, Trinkgefäß bei tags 30°C und nachts ca. 22°C und 60% Luftfeuchte in den Verstecken. Königspythons können über 45 Jahre alt werden. Ähnlich zu haltende Arten: Python anchietae

Verhalten

Königspythons sind terrestrisch, klettern aber auch. Sie jagen nach Sonnenuntergang ihre Hauptbeute -  Nestlinge von Hamsterratten und Wildkaninchen -  die sie in deren Höhlen erdrosseln. Königspythons ballen sich bei Gefahr zusammen und verbergeb den Kopf in der Mitte (“Ballpython“). Echte Komentkämpfe zur Paarungszeit sind selten, kleinere  ♂flüchten nach dem Bezüngeln rechtzeitig. Beim Kampf  kriechen die Tiere  aneinander vorwärts, rempeln sich an und überkriechen sich auch gegenseitig. Gelegentlich kommt es zu Bissen in den Vorderkörper.

Nahrungpython regius ei1

Es werden Nager in entsprechender Größe erbeutet, wobei zunächst meist eine Präferenz zu lebender Beute besteht.

Fortpflanzung

Die Paarung erfolgt nach 4 Wochen bei Zimmertemperatur und voriger Trennung der Geschlechter. Zusätzliches Sprühen,  fördert die Paarungsbereitschaft nicht. Bei Trächtigkeit wird das ♂ wieder aus dem Terrarium entfernt. Es sollte immer feuchte Versteckplätze als potentielle Eiablageplätze vorhanden sein in die die Weibchen mit Gelege verschwinden können. Störungen können zu Legenot führen. Manche ♀ bebrütendas Gelege und verlassen es dabei kurzzeitig. Alternativ inkubiert man bei konstant 28°C und 80% Luftfeuchte. Nach dem Schlupf dürfen die Tiere ausgiebig besprüht werden, denn in der Natur schlüpfen die Jungschlangen zu Beginn der Regenzeit. Lebende Nager werden bevorzugt. Die Geschlechtsreife erfolgt mit 4-6 Jahren. Die Paarungsaktivitäten fallen in die kühlere  Trockenzeit im Dezember. Erst eine solche Abkühlung löst die Spermabildung der ♂ und die Eibildung der ♀ aus. Die Kopulation dauert 3 - 4 Stunden. ♂ paaren nur für paarungsbereiten ♀, was wohl pheromongesteuert ist. Die Weibchen haben einen wenigstens zweijährigen Fortpflanzungsrhythmus. Erst mit genügend Fettreserven bilden sie wieder Eier.  Nach ca. 100 Tagen Tragzeit werden 5 - 8 Eier mit 80 -  100 g und ca.  7,5 x 4,5 cm gelegt. Die Eiablage erfolgt meist in Termitenhügel oder Nagerbauen. Brütende ♀ wurden auch unter Schuppen oder in Pflanzhaufen entdeckt.

Literatur & Links

  • Broghammer, S., Python regius - Atlas der Farbmorphen, NTV, Münster 2012
  • Kölpin, T., Python regius - Der Königspython. Lebensweise, Haltung, Nachzucht, NTV 2012

Bildergalerie

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